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HausWW

Auf einer Anhöhe in der Eifeler Grenzregion liegt das Baugebiet mit dem passenden Namen „Am Sonnenhang“. Das am Rande gelegene Eckgrundstück im Westhang, flankiert von hochgewachsenen Bäumen, bietet einen beeindruckenden Ausblick über das Sauer-Tal bis hin ins benachbarte Luxemburg. Die Architektur des Gebäudes reagiert in vielfacher Weise auf diese optimalen aber auch anspruchsvollen Einflüsse und Bedingungen des Ortes. Der 2-geschossige Bau bettet sich respektvoll in den ursprünglichen, natürlichen Geländeverlauf der Hanglage ein, sodass erforderliche Geländemodulationen möglichst reduziert werden. Der geradlinige Baukörper winkelt sich im Bereich des zentralen Eingangsbereichs sensibel ab. Der Südgiebel dreht sich zudem aus seinem rechten Winkel heraus, vergrößert somit die talseitige Westfassade und weitet das Panorama vom Innenraum aus über das Tal.

Diese klare und dynamische Architektur wird finalisiert durch gezielt nach Nutzung und Funktion angeordnete überdachte, integrierte Bereiche und nach der Orientierung gesetzte, großformatige Fenster- und Fassadenöffnungen.

Die Hauptstruktur des Gebäudes besteht aus den Grundmaterialien Beton und Holz in Elementbauweise. Diese im Innenbereich vielfach sichtbar belassen natürlichen und rohen Materialien vermitteln eine einzigartige Ruhe und Klarheit. Die unterschiedlichen bautechnischen und physikalischen Eigenschaften beider Materialien kommen hier vorteilhaft zum Einsatz und ergänzen sich optimal. Das Brettsperrholz spielt seine konstruktiven Stärken in der schlanken Konstruktion und dem geringen Eigengewicht aus. Dadurch wird die Architektur mit großzügigen Öffnungsspannweiten stützenfrei ermöglicht. Der gesamte Holzbau ist homogen ohne zusätzliche Stahlprofile errichtet. Die Unterseite der Erdgeschoss-Holzdecke zeigt sich in ihrer rohen Eleganz und verleiht den Aufenthaltsräumen eine besondere Behaglichkeit.

Zellulose-Einblasdämmung in Kombination mit Holzwolle-Dämmplatten die als Putzträger dienen, bilden zusammen mit den konstruktiven Tragelementen aus Holz oder Beton hocheffiziente und nachhaltige Bauteile für Fassade und Dach. Der bewusst raue, grobkörnige Außenputz in einem erdigen Naturton bildet den schützenden Abschluss der Fassade.

Für die zeitgemäße technische Umsetzung und die komfortable Nutzung auf geringstem energetischen Verbrauchsniveau sorgen die Wärmepumpe und die zentrale Lüftungsanlage. Mit Hinzuziehen der Erträge aus der geplanten Photovoltaikanlage auf dem Flachdach, kombiniert mit einem Batteriespeicher wird der „KfW Effizienzhaus 40+“-Standard erreicht. Somit ist ein „Plusenergie-Standard“ erreicht bei dem das Gebäude in der Gesamtjahresbetrachtung mehr Energie erzeugen kann als es verbraucht. Der Qualitätsstandard ist somit ökologisch und ökonomisch langfristig gesichert.

Das Wohngebäude ist die Symbiose aus ökologischer, gesunder Bauweise mit zukunftsfähigen, nachrüstbaren energetischen Standards, umgesetzt in zeitloser, klarer Architektur.

Projektbeginn
2018
Baubeginn
2019
Fertigstellung
2021
Ort
Ralingen-Wintersdorf
Fläche
230 m²
Volumen
1.360 m³
Leistungsphasen
1-8
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Carsten Larusch Architektur © 2026
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